SERENITY in Marokko: die Geschichte hinter der Reise
„Es macht einen Unterschied, welche Orte du besuchst und wen du unterstützt“
Bei SUITSUIT glauben wir, dass Reisen mehr bedeutet, als irgendwo anzukommen. Es ist keine Einbahnstraße, bei der du nur nimmst, was ein Reiseziel dir bietet, sondern ein Austausch, bei dem du auch etwas zurückgibst. Durch Aufmerksamkeit, durch Entscheidungen, durch die Orte, die du besuchst, und die Menschen, denen du begegnest. Diese Sichtweise verändert auch, wie wir selbst reisen. Unsere neue SERENITY-Kollektion ist ein klares Beispiel dafür.
Bei SUITSUIT glauben wir, dass Reisen mehr bedeutet, als irgendwo anzukommen. Es ist keine Einbahnstraße, bei der du nur nimmst, was ein Reiseziel dir bietet, sondern ein Austausch, bei dem du auch etwas zurückgibst. Durch Aufmerksamkeit, durch Entscheidungen, durch die Orte, die du besuchst, und die Menschen, denen du begegnest. Diese Sichtweise verändert auch, wie wir selbst reisen. Unsere neue SERENITY-Kollektion ist ein klares Beispiel dafür.
Für die neue SERENITY-Kollektion reisten Nadine Hartevelt und Mirthe Willems kürzlich nach Marokko. Nicht nur, um die Schönheit der Landschaft festzuhalten, sondern vor allem, um über das perfekte Bild hinauszuschauen. Wo übernachtest du? Mit wem arbeitest du zusammen? Und wie sorgst du dafür, dass das, was du mitnimmst, auch etwas für die Umgebung bedeutet? Für Nadine und Mirthe wurde diese Reise dadurch mehr als ein Kampagnenshooting. Sie wurde zu einer Suche nach Orten und Geschichten, die wirklich zählen. Ihre Erfahrung zeigt, wie anders sich Reisen anfühlen kann, wenn du bereit bist, echte Verbindungen einzugehen.
Frauenkooperativen in Marokko
Die Entscheidung, nach Marokko zu reisen, kam nicht von ungefähr. Das Land war bereits früher Kulisse einer SUITSUIT-Kampagne, und seine visuelle Anziehungskraft blieb in Erinnerung. „Die Farben wirken dort einfach unglaublich schön“, sagt Nadine Hartevelt. „Die Gebäude, die Terrakottatöne, die Atmosphäre. Alles passt einfach.“
Doch dieses Mal reichte das perfekte Bild allein nicht aus. Durch einen Artikel, der im Team geteilt wurde, entstand eine neue Richtung. „Wir haben über die Rolle der marokkanischen Regierung gelesen, die Arbeitsplätze für Frauen in Form von Kooperativen schafft“, erzählt Mirthe Willems. Diese Kooperativen wurden gegründet, um Frauen die Möglichkeit zu geben zu arbeiten und ein eigenes Einkommen aufzubauen. Etwas, das in Marokko nicht selbstverständlich ist. „Daraus entstand die Idee, ein Kampagnenshooting anders anzugehen, auf Reisen zu gehen und nach Geschichten und Orten zu suchen, die wirklich zählen.“
Kasbah Bab Ourika
als Ausgangspunkt
Schnell wurde klar, dass man solche bedeutungsvollen Orte nicht online findet. „Wenn du etwas findest, ist es oft schon touristisch geworden“, sagt Nadine. „Dann fühlt es sich nicht mehr authentisch an.“ Deshalb reisten sie zunächst ohne Kameras nach Marokko, um zu sehen, was stimmig ist und was nicht. Nicht mit einem festen Drehbuch, sondern mit der Idee, die Kampagne eher als Reise zu verstehen, entlang von Orten und Frauen mit einer Geschichte.
Der Ausgangspunkt dieser Reise war ein Ort, den Mirthe bereits von einem früheren Trip kannte: Kasbah Bab Ourika, gelegen im Ourika-Tal, etwa eine Stunde von Marrakesch entfernt. „Dieser Ort hat mich so beeindruckt“, erzählt sie. „Du bist weg vom Trubel, mitten unter Einheimischen. Dieses Gefühl ist geblieben.“
Als sie ankamen, passte plötzlich alles zusammen. Die Kasbah erwies sich nicht nur als wunderschöne Location, sondern vor allem als wichtiger Ort für die lokale Gemeinschaft. Mehr als 90 Prozent der Mitarbeitenden kommen aus den umliegenden Dörfern. „Dort herrscht eine besondere Ruhe“, sagt Nadine. „Und man merkt, dass die Menschen wirklich gern miteinander arbeiten.“
Für Ingrid, die Direktorin der Kasbah, ist diese Verbindung zur Umgebung selbstverständlich. Vor Jahren zog sie nach Marokko, um ein neues Leben zu beginnen. Inzwischen lebt sie selbst mitten unter den Menschen rund um die Kasbah und engagiert sich aktiv für die Gemeinschaft. In dieser Rolle hilft sie auch dabei, Besucher mit lokalen Initiativen in Kontakt zu bringen.
Über Ingrid kamen Nadine und Mirthe mit verschiedenen Frauenkooperativen in der Region in Kontakt. Das sind Orte, an denen Frauen arbeiten, lernen und sich ein eigenes Einkommen aufbauen. Marokko ist bekannt für sein Handwerk und handgefertigte Produkte, die oft von Frauen hergestellt werden. Genau deshalb wollten sie den Ursprung aus nächster Nähe erleben. Nadine sagt: „Wenn du in den Souks kaufst, weißt du oft nicht, woher etwas kommt. Deshalb wollten wir gezielt die Frauen hinter den Produkten kennenlernen.“
Vorrecherche: die ersten Begegnungen
Gemeinsam mit einem lokalen Guide besuchten sie während ihrer Vorrecherche zwei Frauenkooperativen in der Umgebung. Die erste war eine Kooperative, in der Frauen handgefertigte Teppiche herstellen. Dieser Ort ohne offiziellen Namen spielt eine wichtige Rolle für die Kasbah, die bewusst dort einkauft statt in den stark besuchten Souks. So trägt sie direkt zur finanziellen Unabhängigkeit der Frauen bei.
Außerdem besuchten sie Dar Zite, eine Frauenkooperative, in der verwitwete, geschiedene und alleinstehende Frauen Arganöl produzieren und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Dort trafen sie die 23-jährige Sofia, die erzählte, was dieser Arbeitsplatz für sie bedeutet. Die Arbeit gibt ihr die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen aufzubauen und in ihre Zukunft zu investieren, unter anderem indem sie studieren kann.
„Da wussten wir: Das sind die Orte, die wir zeigen wollen“, sagt Nadine. „Orte, die nicht nur schön sind, sondern an denen du selbst etwas für Frauen bewirken kannst.“
Zurück nach Marokko: ein Reality Check
Sie stiegen erneut ins Flugzeug, diesmal mit dem gesamten Team und positiven Erwartungen. Gemeinsam mit einem lokalen Guide besuchten sie zuerst die Kooperative, in der Teppiche hergestellt wurden. Doch was sich bei den ersten Begegnungen gut angefühlt hatte, war diesmal anders. „Beim ersten Besuch hatten wir echten Kontakt zu den Frauen“, erzählt Nadine. „Diesmal war die Atmosphäre anders, weil ein Mann das Gespräch übernahm und alles zu managen schien.“
Trotzdem wurde an diesem Ort gefilmt und fotografiert, gerade um den Frauen die Bühne zu geben, die sie verdienen. Um die Frauen zu unterstützen, entschieden sie sich auch, einen Teppich zu kaufen. „Verhandeln gehört dazu, das ist in Marokko ganz normal“, sagt Mirthe. „Aber es fühlte sich einfach nicht richtig an. Die Frauen spielten dabei keine Rolle, und es stellte sich die Frage, ob das Geld überhaupt bei ihnen ankommt.“
Dar Zite:
wo es sich richtig anfühlte
Wie anders war die Erfahrung bei Dar Zite. Auch dorthin gingen sie mit einem lokalen Guide, doch vom ersten Moment an war die Dynamik anders. Die Frauen standen im Mittelpunkt, übernahmen das Gespräch und zeigten selbst, wie der Prozess der Arganölherstellung funktioniert.
Während ihres Besuchs sprachen sie erneut mit Sofia. „Sie sagte, es ist nicht ihr Traumjob“, erzählt Mirthe, „aber er gibt ihr die Chance zu studieren und sich etwas aufzubauen.“ Das hat berührt. „Wenn ich diese Arbeit nicht hätte, wäre ich wahrscheinlich zu Hause“, erzählte sie. Die Arbeit in der Kooperative gibt ihr die Möglichkeit, finanziell unabhängig zu sein und gleichzeitig in ihre Zukunft zu investieren.
Für Nadine lag der Unterschied auch in der Atmosphäre und der Art, wie gearbeitet wurde. „Hier fühlte es sich viel lockerer an“, sagt sie. „Hier arbeitet eine Mischung aus jungen Frauen und älteren Frauen, jede mit ihrer eigenen Rolle im Produktionsprozess.“ Auch der Kaufmoment fühlte sich anders an. Bezahlt wurde direkt an die Frauen, ohne Zwischenpersonen. „Hier hatte man wirklich das Gefühl, dass es bei den Frauen ankommt“, sagt Mirthe.
Was sie am meisten beeindruckte? Das Gespräch mit Sofia. „Das ist mir geblieben. Sie war so dankbar, diese Arbeit machen zu können“, sagt sie. „Dass sie sich etwas Eigenes aufbauen kann. Dann fühlt es sich einfach gut an, dazu beitragen zu können.“
Die Rolle des Reisenden
Diese Kampagnenreise nach Marokko zeigte ihnen nicht nur andere Orte, sondern auch, wie anders sich Reisen anfühlen kann, wenn du echte Verbindungen eingehst. Gleichzeitig wurde deutlich, wie groß die Rolle der Reisenden selbst ist. „Frauen in Marokko bekommen noch nicht immer die gleichen Chancen“, sagt Nadine. „Zum Glück verändern Frauenkooperativen das Schritt für Schritt. Genau deshalb macht es einen Unterschied, welche Orte du als Reisende besuchst und wen du unterstützt.“ „Wenn du nach Marokko reist, geh also nicht nur zu den bekannten Hotspots“, ergänzt Mirthe. „Suche gezielt nach lokalen Initiativen. Dort kannst du wirklich etwas bewegen.“
Indem du Frauenkooperativen besuchst und Produkte direkt bei den Frauen kaufst, kannst du als Reisende zu ihrer Unabhängigkeit beitragen.
Genau das macht diese Kampagne für sie anders: nicht nur das, was du siehst, sondern das, was dahintersteckt. „Normalerweise arbeitet man auf das perfekte Bild hin“, sagt Nadine. „Diesmal sind wir wirklich gereist und haben die Geschichte entstehen lassen.“ Für Mirthe hat diese Erfahrung auch verändert, wie sie selbst auf Reisen blickt. „Beim nächsten Mal würde ich es wirklich anders machen“, sagt sie. „Mehr außerhalb der bekannten Orte bleiben, mehr Kontakt suchen. Das gibt dem Reisen so viel mehr Bedeutung.“








